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Die Geschichte von Sardinien

In der Folge sei ein kurzer Abriß der Geschichte von Sardinien geliefert. Die Ausführungen zu den Entwicklungen in den einzelnen Zeitabschnitten sollen zum Gesamtverständnis der Insel in der Form beitragen, daß gewisse Einstellungen und Verhaltensweisen der sardischen Bevölkerung in der Gegenwart vor dem Hintergrund der Landesgeschichte betrachtet werden. "Wer über das Meer kommt, der raubt", dies besagt ein sardisches Sprichwort, welches auch Hinweise auf das zum Teil skeptische Verhalten der Sarden gegenüber Fremden, insbesondere Touristen liefert.

Die Vorgeschichte von Sardinien

Sardinien wurde schon in der Altsteinzeit von verschiedenen Menschengruppen bevölkert, aber erst seit der Jungsteinzeit, ca. 6.000 v. Chr., kann man von einer andauernden Besiedelung sprechen. Die ersten Einwohner, welche sich in der Gallura und im nördlichen Teil der Insel niederließen, kamen wahrscheinlich vom italienischen Festland, insbesondere aus dem Gebiet der heutigen Toscana. Teile der Westküste um Cabras und S. Giusta wurden anfangs von Bewohnern der Iberischen Halbinsel und den Balearen bevölkert. Der Süden von Sardinien, also der heutige Großraum Cagliari, wurde von Afrikanern besiedelt. Aus diesem Grund läßt sich sagen, daß sich die Sarden schon anfangs nicht nur aus einer Volksgruppe zusammensetzten, sondern aus drei Ursprungsgruppen bestanden.

Im Laufe der Zeit fand zwar eine kulturelle Vereinigung der verschiedenen sardischen Volksgruppen in Form von Sprache und Trachten statt, dennoch aber blieben die einzelnen Volksstämme von Sardinien politisch getrennt. Zeitabschnitte des kriegerischen Umgangs miteinander wechselten sich mit Perioden der gegenseitigen Verbündung ab. Die Bevölkerung von Sardinien lebte in Hütten, deren Gemäuer aus Steinen bestand und mit Strohdächern versehen waren. Diese Behausungen waren meist zu kleinen Hüttendörfern zusammengefasst. Um 1.500 v. Chr. begann man damit, die Unterkünfte etwas massiver, komplett aus Stein bestehend, zu gestalten. Diese sog. Nuraghen hatten die Form abgeschlagener Kegel. Die einzelnen Nuraghendörfer wurden oftmals auch von Wachtürmen, die zum vorzeitigen Erkennen etwaiger Eindringlinge dienten, umgeben. Heute zählt man auf Sardinien ca. 7.000 Nuraghen...

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