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Verteilung der Bettenkapazitäten auf Sardinien nach Provinzen
Von den vier sardischen Provinzen Oristano, Cagliari, Sassari und Nuoro verfügen die letztgenannten drei allesamt über eine ausgeprägte touristische Infrastruktur in Küstennähe.
Lediglich Oristano, ein flacher Landstrich im Südwesten Sardiniens, hat bis heute nur ein sehr geringes touristisches Angebot. Dies liegt zum einen daran, daß diese Provinz verglichen mit den anderen eine gewisse geographische Langeweile ausstrahlt, zum anderen auch daran, daß die Küstenregionen Oristanos vergleichsweise unattraktiv zum Baden sind.
Im folgenden sei als Indiz für die Verteilung des Tourismus auf der Insel, die Gegenüberstellung der Bettenkapazitäten, gültig für das Jahr 1995, aller vier Provinzen aufgeführt.
Auch hier bleibt zu erwähnen, daß die ausgewiesenen Größen lediglich die offiziell erfassten Betriebe beinhalten.
In der nun folgenden Analyse soll nur auf die Verteilung des Hotelbettenangebots auf die einzelnen Provinzen eingegangen werden. Der Grund für die Außerachtlassung der Nichthotellerie ist darin zu sehen, daß wesentliche Bestandteile des Bettenangebots auf diesem Sektor in den offiziellen Statistiken gar nicht aufscheinen. Von daher ist auch die Aussagekraft dieser Zahlen nach Meinung des Autors von untergeordneter Größe.
Die Aufstellung zeigt die wichtige Rolle die die Provinz Sassari hinsichtlich der touristischen Infrastruktur auf Sardinien spielt.
In dieser Provinz befinden sich einige der touristisch hochentwickeltsten Gemeinden der Insel. Zunächst ist in diesem Zusammenhang die Gemeinde Arzachena zu nennen, zu deren Territorium die Costa Smeralda mit ihren 56 Hotels zählt.
Auch die Tourismushochburg Alghero mit 38 Hotels, die 37 Hotels die zum Gemeindegebiet Olbia gehören und zuguterletzt die Gemeinde Santa Teresa di Gallura mit 33 Hotels tragen dazu bei, daß die Provinz Sassari hinsichtlich der Hotelbettenkapazität das Hauptkontingent auf Sardinien aufweisen kann.
Allein die oben genannten vier Gemeinden bieten fast 63% der gesamten Hotelbetten der Provinz an. Rechnet man diesen Wert (18.164 Hotelbetten) der Tourismushochburgen auf die ganze Insel hoch, so bleibt immer noch ein Anteil von 30%.
Zusammenfassend kann also gesagt werden, daß im Hinblick auf das Hotelbettenangebot die Provinz Sassari fast die Hälfte des Gesamtangebots Sardiniens stellt, wovon quasi zwei Drittel auf vier Gemeinden entfallen.
In der weiteren Reihung der vorhandenen Hotelbettkapazitäten auf Sardinien nehmen die Provinzen Cagliari und Nuoro vergleichbare Stellungen ein.
Zwar verfügen die Gemeinden der Provinz Nuoro mit 167 Hotels über zahlenmäßig mehr Betriebe als die Gemeinden der Provinz Cagliari mit lediglich 137. Das Angebot an Betten jedoch ist im Gebiet Cagliari mit 27% vom Gesamtangebot um 5% höher als jenes in der Provinz Nuoro.
Auch für das Gebiet Cagliari läßt sich eine herausragende Bedeutung von nur wenigen Gemeinden im Bezug auf das Bettenaufkommen feststellen. So bieten die Gemeinden Cagliari (2.069 Betten), Pula (2.667 Betten) und Villasimius (4.462 Betten) fast 57 % der gesamten Kapazität an.
Umgelegt auf das gesamte Hotelbettenaufkommen von Sardinien offerieren die oben genannten drei Gemeinden weitere 15%.
In der Provinz Nuoro verteilt sich das Bettenangebot ebenfalls zu einem Großteil auf einige wenige Gemeinden.
Die Hotels der Komunen Tortoli (2.389), Orosei (1.895), Budoni (1.710), Dorgali (1.626) und San Teodoro (1.229) bestimmen rund 67% des Angebots der gesamten Provinz.
Legt man auch diesen Wert wiederum auf die gesamte Insel um, so werden ebenfalls 15% des Bettenangebots von Sardinien in diesen fünf aufgeführten Gemeinden erreicht.
Zusammenfassend läßt sich also sagen, daß sich rund 60% der Hotelbettenkapazität von Sardinien auf 12 Gemeinden verteilt. Dies entspricht 9% der insgesamt 140 aufgeführten Gemeinden mit Beherbergungsangebot.
Allen voran ist die Gemeinde Arzachena zu nennen, welche durch die Hotels der Costa Smeralda fast 12% des gesamten Bettenangebots auf Sardinien stellt.
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Copyright 2002 Jörg Kilian
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